Das Rössli, die Seele eines Dorfes

2019, Schweiz, Dokumentation

Der grosse Schweizer Dok.filmer Erich Langjahr ("Sennenballade") stellt am Beispiel des Gasthauses «Rössli» die Frage, wie wir mit unserem kulturellen Erbe umgehen in einer Zeit des rasanten Wandels.

Das alte «Rössli» war der Mittelpunkt der dörflichen Identität am Wohnort des bekannten Schweizer Dokumentarfilmers Erich Langjahr («Sennenballade»). In diesem barocken Bauernhaus befand sich von Anfang an eine Gaststätte, später ein Restaurant und Hotel mit Theatersaal. Während 242 Jahren wurde hier gewirtet. Ab 1993 begann der Niedergang. Der Anbau mit dem Theatersaal wurde abgerissen. Das Haus stand über zwanzig Jahre leer und wurde als Schandfleck des Dorfes bezeichnet. Ab 2014 geht es wieder aufwärts. Das «Rössli» wird renoviert und ist Bestandteil einer Überbauung und Neugestaltung des Dorfkerns. Während den letzten 6 Jahren hat der Filmemacher die Veränderungen um das Restaurant Rössli mit der Kamera begleitet. Im Zentrum des Films steht die ländliche Zivilisation von heute in ihrem raschen Wandel. Der Film beschäftigt sich mit unserem kulturellen Erbe und konfrontiert den Zuschauer mit den Werten der heutigen Zeit.

Hinweis:

Für diejenigen, die beim Autorenabend mit Erich Langjahr nicht dabei sein konnten, gibt Peter Bötschi eine kurze Einführung zum Film. In seiner neuesten Dokumentation zeigt der Schweizer Filmemacher nicht nur, wie die historische Dorfwirtschaft in seinem Heimatort Root LU gerettet wurde. Er fragt sich auch, ob man einer ehemaligen Dorfbeiz, die während über 200 Jahren den geselligen Mittelpunkt eines Dorfes bildete, seine Seele zurückgeben kann. Ein Thema, das im Toggenburg genauso aktuell ist. Als Vorfilm ist Erich Langjahrs restaurierter Kurzfilm "Do It Yourself" (9 Min.) zu sehen: Ein Film über die Zerstörung von Gebrauchsgütern. Gedreht 1981 auf der Müllhalde in der Gemeinde Root, eine der vielen Müllhalden unserer Ziviisation.

Das Rössli, die Seele eines Dorfes

Dauer: 67 Minuten

Sprache: Dialekt

Alter: 16/14

Regie: Erich Langjahr, Silvia Haselbeck

Hinweis

Peter Bötschi gibt eine kurze Einführung zum Film.