Ein eindringlicher Dokumentarfilm: Die persönlichen Aufzeichnungen einer jungen Frau geben seltene Einblicke in das Leben im psychiatrischen System – schonungslos, berührend und von grosser Nähe geprägt.
Als Lydia Welti-Escher in Rom ein neues Leben beginnen möchte, ahnt sie noch nicht, dass ihr einflussreiches Umfeld alles daran setzen wird, dies zu verhindern. Die Tochter des Politikers und Wirtschaftsführers Alfred Escher ist eine Gefangene im Korsett gesellschaftlicher Zwänge und Konventionen – und kämpft gleichzeitig für ein selbstbestimmtes Leben als Frau.
Verheiratet mit dem Bundesratssohn Emil Welti geht Lydia Welti-Escher im Herbst 1889 in Italien mit dem Kunstmaler Karl Stauffer eine Liaison ein. Von ihm fühlt sie sich verstanden, mit ihm verbindet sie seit Jahren eine innige Freundschaft. Kurze Zeit später wird sie in die geschlossene, psychiatrische Klinik von Rom eingeliefert, veranlasst durch die Schweizer Behörden. Es wird ihr eine massive Beeinträchtigung ihrer geistigen Fähigkeiten unterstellt.
Dauer
68 Minuten
Sprache
Deutsch
Alter
10
Genre
Dokumentation
Produktion
2025, Schweiz
Besetzung
Anja Andersen, Judith Hofmann
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